Kährs Parkett ist geeignet für die Verlegung auf Fußbodenheizungen. Bei Buche und Ahorn sollte jedoch berücksichtigt werden, dass diese Holzarten stärker hygroskopisch sind und deshalb weniger gut geeignet sind. Generell gilt für die technischen Parameter bei Fußbodenheizung die Empfehlung des Verband der Deutschen Parkettindustrie. Die Kollektion Grande ist nicht für Fußbodenheizung geeignet, da der Wärmedurchlasswiderstand auf Grund der Dicke zu hoch ist.

Warnhinweise

In Verbindung mit einer Fußbodenheizung spielt das Thema Feuchtigkeit eine deutlich wichtigere Rolle. Während der Heizperiode sorgt die erhöhte Oberflächentempertur des Fußbodens für einen zusätzlichen Trocknungseffekt des Holzes. Daher zieht sich das Holz noch stärker zusammen als bei unbeheizten Flächen. In einem trockenen, kalten Klima muss damit gerechnet werden, dass sich während der Heizperiode Fugen bilden. Zudem beschleunigt eine Fußbodenheizung die Wasserdampfdiffudion aus dem Unterboden, weshalb eine Dampfbremse unter dem Parkettboden bei allen mineralischen Untergründen zwingend erforderlich ist. Für Böden mit Fußbodenheizung empfehlen wir Kährs Original 15 mm Parkett oder Kährs Linnea 7 mm mit Woodloc®- oder Woodloc® 5S-Verriegelungen. Durch die hohe Verschlusskraft der Woodloc® Verriegelung wird das Risiko der Fugenbildung verringert.

Verlegung

Beim Verlegen Ihres Bodens auf einer Fußbodenheizung sollte die Arbeitstemperatur mindestens 18° C betragen. Das gilt für die Dielen, den Unterboden und die Raumtemperatur. Die relative Feuchte (rF) der Luft muss vor, während und nach dem Verlegen des Bodens zwischen 30 und 60 % liegen. Der Holzfußboden muss möglichst dicht auf dem Unterboden aufliegen. Daher sollten Dämmunterlagen zum Einsatz kommen, die für Fußbodenheizung geeignet sind und eine gut Wärmeleitfähigkeit besitzen.

Fußbodenheizung

Die elektrische Fußbodenheizung darf nicht mehr als 80 W /m2 gleichmäßig verteilt liefern. In einem normal isolierten Haus mit einer ordnungsgemäß funktionierenden Fußbodenheizung ist die Temperatur der Bodenfläche in der Regel um 2 ° C höher als die Raumtemperatur. In einer Warmwasser-Fußbodenheizung ist die Vorlauftemperatur in der Regel um 7-12 ° C höher als die Oberflächentemperatur des Fußbodens und darf daher 39 ° C nicht überschreiten. Für jedes System darf die Oberflächentemperatur des Bodens niemals 27 ° C überschreiten. Dies gilt auch für Bereiche neben und über Heizungsrohren, über Rohrleitungen und unter Teppichen und Möbeln usw.

Spezielle Verlegeanforderungen:

  • Der Boden muss mit einer wärmeführenden Schicht ausgestattet sein, die die Wärme gleichmäßig über die gesamte Fußbodenfläche verteilt, damit nicht an einzelnen Punkten zu hohe Temperaturen auftreten.
  • Die Oberflächentemperatur muss sich mit hoher Genauigkeit regulieren und begrenzen lassen.
  • Die gesamte Bodenfläche muss erwärmt werden. Das gilt jedoch nicht für Komfortheizungen, die zur Ergänzung der normalen Heizung vorgesehen sind. Hier sollte die Temperatur an der Bodenoberfläche deutlich unter der zulässigen Höchsttemperatur von 27 °C liegen.
  • Der Bodenbelag (einschließlich Dämmschicht) muss einen niedrigen Wärmewiderstand haben.
  • Die Fußbodenkonstruktion muss eine Dampfsperre enthalten, die möglichst nah am Holzfußboden liegt. Wenn die Unterkonstruktion dick oder schwer ist, ist es besonders wichtig, dass die Dampfsperre nah am Holzfußboden liegt.Die Dampfsperre darf unter keinen Umständen unter der Unterkonstruktion liegen.